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RSSPrint

...und was wird aus der "ehemaligen" Friedhofskapelle?

Die Sanierung unserer historischen Wendlandkapelle wurde abgeschlossen. Somit können wir die ebenfalls historisch interessante „Holzkapelle“ jetzt anders nutzen.

Könnte die Baracke erzählen, würden wir etwas über ihr bewegtes Dasein in den vergangenen sieben Jahrzehnten erfahren. Um ihre Geschichte erfahrbar zu machen, haben sich im Rahmen des Religionsunterrichtes Schülerinnen und Schüler des Immanuel-Kant-Gymnasiums auf Spurensuche begeben. So wurden Daten und Fakten zusammengetragen und werden gerade für eine Ausstellung vor-bereitet. Der Religionskurs stellt die drei Nutzungsphasen der Baracke in Grüneberg, Häsen und Teltow dar.

Der Baracken-Ursprung liegt in Grüneberg. Dort war sie zur NS-Zeit Wohnbaracke in einem KZ-Außenlager für internierte Frauen, die in der Grüneberger Munitionsfabrik arbeiten mussten. Heute erinnert eine Gedenktafel, die zwischen zwei Zaunpfählen und Stacheldraht angebracht ist, an das Außenlager.

Nach dem 2. Weltkrieg kam ein Barackenteil von Grüneberg ins benachbarte Häsen. Dort wurde es als Kapelle der dortigen Kirchengemeinde genutzt. Nachdem in Häsen die Kapelle nicht mehr gebraucht wurde, hatten wir als Gemeinde die Möglichkeit, diese auf unseren Friedhof zu holen, aufzuarbeiten und als Übergangskapelle zu nutzen. Nun soll die Baracke ein Mahn- und Erinnerungsort werden.

Als Auftakt für die neue Nutzung ist es naheliegend die Geschichte der Baracke zu dokumentieren und zugänglich zu machen. Diese Aufgabe hat der Religionskurs unter der Leitung von Herrn Noack und Frau Fritzsche übernommen. Es ist großartig, dass die Neuntklässlerinnen und -klässler sich für diese Geschichtsaufarbeitung begeistern. Derzeit wird die Ausstellung fertiggestellt und zeitnah zu erleben sein.


Letzte Änderung am: 05.07.2018