Zur Hauptnavigation springen Zur Suche springen Zum Inhalt springen
RSSPrint

Ausstellung in der Holzkapelle auf dem Friedhof

Unsere Ausstellung – Ein spannender Prozess mit einer Überraschung am Ende!

Am Anfang war das Chaos und die Überforderung, denn eine Ausstellung zu gestalten ist für uns Schülerinnen und Schüler der 9. Klasse etwas ganz Neues.

Wir haben unter anderem die Gedenkstätte des Konzentrationslagers Ravensbrück besucht, in dessen Archiv recherchiert und mit Pfarrer Ziemann, dem Pfarrer der ehemaligen Häsener Kapelle, geredet. So haben wir mittlerweile viele Informationen gesammelt.

Die Schwierigkeit besteht darin, aus all diesen Informationen das Wichtige auszuwählen und daraus eine Ausstellung zu gestalten. Zudem gibt es zu einigen Themen wahnsinnig viele Dokumente, und zu anderen finden wir kaum Antworten. Wie können wir also anfangen, die Geschichte unserer ehemaligen Ersatzkapelle in Form einer Ausstellung darzustellen?

Zuerst muss eine Ordnung her. So entsteht für alle Ausstellungsbereiche eine Leitstruktur, die uns dabei hilft, sich den Präsentationsraum besser vorzustellen und kleinere Abschnitte zu bearbeiten. Im Moment sprudeln die Gestaltungsideen im Klassen-zimmer des Immanuel-Kant-Gymnasiums und wir sind gespannt, was sich davon realisieren lässt und was modifiziert werden muss.

Skizze unserer Ausstellungsstruktur:

Vor uns liegen dennoch einige spannende Arbeitswochen, denn mit dem Beginn der Sommerferien wollen wir unser Ausstellungsschaffen beenden und Ihnen unsere Ergebnisse präsentieren.

Das Resultat bleibt eine kleine Überraschung für Sie und uns. Wir laden Sie hiermit herzlich ein, sich von unserer Ausstellung „KZ-Baracke in Teltow – Licht ins Dunkel bringen“am Freitag, dem 29. Juni, um 19.00 Uhr in der ehemaligen Ersatzkapelle auf dem Friedhof überraschen zu lassen!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die offizielle Eröffnung der Ausstellung findet dann am Samstag, 01. September 2018 statt. Näheres hierzu in der Juli/August-Ausgabe der Gemeindenachrichten.

Geraldin Fritzsche

...und was wird aus der "ehemaligen" Friedhofskapelle?

Die Sanierung unserer historischen Wendlandkapelle wurde abgeschlossen. Somit können wir die ebenfalls historisch interessante „Holzkapelle“ jetzt anders nutzen.

Könnte die Baracke erzählen, würden wir etwas über ihr bewegtes Dasein in den vergangenen sieben Jahrzehnten erfahren. Um ihre Geschichte erfahrbar zu machen, haben sich im Rahmen des Religionsunterrichtes Schülerinnen und Schüler des Immanuel-Kant-Gymnasiums auf Spurensuche begeben. So wurden Daten und Fakten zusammengetragen und werden gerade für eine Ausstellung vor-bereitet. Der Religionskurs stellt die drei Nutzungsphasen der Baracke in Grüneberg, Häsen und Teltow dar.

Der Baracken-Ursprung liegt in Grüneberg. Dort war sie zur NS-Zeit Wohnbaracke in einem KZ-Außenlager für internierte Frauen, die in der Grüneberger Munitionsfabrik arbeiten mussten. Heute erinnert eine Gedenktafel, die zwischen zwei Zaunpfählen und Stacheldraht angebracht ist, an das Außenlager.

Nach dem 2. Weltkrieg kam ein Barackenteil von Grüneberg ins benachbarte Häsen. Dort wurde es als Kapelle der dortigen Kirchengemeinde genutzt. Nachdem in Häsen die Kapelle nicht mehr gebraucht wurde, hatten wir als Gemeinde die Möglichkeit, diese auf unseren Friedhof zu holen, aufzuarbeiten und als Übergangskapelle zu nutzen. Nun soll die Baracke ein Mahn- und Erinnerungsort werden.

Als Auftakt für die neue Nutzung ist es naheliegend die Geschichte der Baracke zu dokumentieren und zugänglich zu machen. Diese Aufgabe hat der Religionskurs unter der Leitung von Herrn Noack und Frau Fritzsche übernommen. Es ist großartig, dass die Neuntklässlerinnen und -klässler sich für diese Geschichtsaufarbeitung begeistern. Derzeit wird die Ausstellung fertiggestellt und zeitnah zu erleben sein.


Letzte Änderung am: 31.05.2018