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RSSPrint

Beatrix und Bernd Metzner sagen Danke

Liebe Gemeinde,
schöner kann Abschied nicht sein! Was war der 8. Januar doch für ein Tag! Ein Tag wie im Paradies. Von allen Seiten Freundlichkeit und Wärme. Goldene Worte und goldenes Buch. Wir wurden auf Händen getragen und von himmlischen Klängen der singenden und musizierenden Engel verwöhnt.

Die Einmaligkeit dieses Tages war schon im Gottesdienst zum Greifen spürbar. Eine besondere Art von Ruhe und Ergriffenheit, voller Innigkeit und Wärme erfüllte den Raum. Von der Empore unter der Regie von Christopher Sosnick, dem „Neuen“, die herzerwärmenden Chorlieder mit instrumentaler und solistischer Umrahmung. Von der Kanzel und vom Altar die frischen und berührenden Worte von Thomas Karzek und Ute Bindemann. Am Schluss des Gottesdienstes durften wir dann den Segen für unseren weiteren Lebensweg empfangen.
Auf den Gottesdienst folgte ein langer schöner Nachmittag voller Überraschungen im Stubenrauchsaal des Teltower Rathauses. Dank sei an dieser Stelle unserem Bürgermeister Thomas Schmidt und den Vertretern der Stadt gesagt, dass sie uns für das große Ereignis gern ihre Tore öffneten.
Angelockt durch die Klänge unseres Posaunenchores, der auch den weiteren Nachmittag umrahmte, füllte sich bald der Saal. Es folgten Ständchen des kleinen „Camerata-Orchesters“ und von Rebecca Frese (Gesang) und Lenka Fehl-Gajdošová (Klavier).
Ein besonderer Höhepunkt war dann die Würdigung unserer Arbeit durch den Bürgermeister. In Bezug auf die kirchenmusikalische Arbeit wurde die gute Zusammenarbeit zwischen Kantor und Kommune hervorgehoben. Anerkennung dafür war der Eintrag ins goldene Buch der Stadt. Danach überbrachte unser Superintendent Dr. Johannes Krug auf originelle Weise die Grüße des Kirchenkreises.
Munter ging es weiter mit einem Klavier-Ständchen des prominenten Teltowers Hermann Lamprecht (diesmal ganz in Zivil). Weitere  Grußworte mit Herz und Fantasie folgten; darunter auch Grüße von der Ruhlsdorfer Kirchengemeinde, vom Chor der katholischen Kirche und von den Partnergemeinden aus dem Schwarzwald und aus England. Und dann gab es ja auch noch die so toll inszenierten Überraschungen vom Chor, von der Kindergottesdienst- und Katechetengruppe, vom Gemeindebeirat und vom Gemeindekirchenrat. Und alles perfekt moderiert von Martin Bindemann und exzellent fotografiert von Dirk Pagels.


Für unsere großen Enkel Hayal (4) und Moritz (3), und natürlich nicht nur für die, waren die Aufführungen von Hänsel und Gretel, Schneewittchen und Rapunzel in Kurzfassung die totalen Unterhaltungsknüller. Und dazu die Loriot-Highlights in Bestbesetzung!
Ein frohes Wiedersehen und Wiederhören gab es mit der sängerisch bunt gemixten Gruppe „Kontrapunkt“, die sich mit feinen Klängen in die Herzen der Zuhörer sangen. An die guten alten Jugendchorzeiten erinnerte auch der Auftritt der Band, die mit frischen Klängen für weiteren Schwung sorgte. Erfrischend und voll aus dem Jugendchorleben gegriffen das lustige Gedicht von Karina Brix. Damit dieses große Fest nicht ohne „Festbraten“ enden musste, war der ehemalige Chorsänger Hans-Jürgen Pursche mit seinem musikalischen Hasenbraten zur Stelle – diesmal mit erweiterter Rezeptur. 

Ein unvergesslicher und unvergleichlicher und rundum gelungener Tag ging zu Ende. Ein Tag voller herzlicher Begegnungen mit Freunden und guten alten Bekannten. Die vielen persönlichen, so liebevoll für uns ausgesuchten Geschenke haben wir am nächsten Tag mit kindlicher Bescherungsfreude ausgepackt und unter unseren Weihnachtsbaum gelegt, der zum Glück noch stand. Eure lieben Worte und guten Wünsche haben einen festen Platz in unseren Herzen gefunden. Danke für alles.

Verschweigen dürfen wir auch nicht, dass es am Tag nach dem Fest für uns noch eine „Nachbescherung“ in unserer Kita gab. Wir wurden mit viel Hingabe besungen, bedichtet, beschenkt und mit Segenswünschen der Kinder bedacht. Vielen Dank für diese tolle halbe Stunde!

Wir können nur ahnen, was alle, die dieses große Fest ausgerichtet haben, vor allem die Chorsänger, der Gemeindekirchenrat und die Mitarbeiter, da alles an Kraft hinein gesteckt haben. Eine Unmenge an Zeit, an Ideen, an organisatorischem Geschick, an Liebe, Geduld und Energie, verbunden mit endlosem Schleppen und Räumen (auch am Tag danach). Wir sagen allen Danke für den Tag und Danke für den gemeinsamen Weg. Wir bleiben mit Euch weiter in herzlicher Verbindung.

Eure Beatrix und Bernd Metzner  

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Verabschiedung des Ehepaars Metzner

Am 8. Januar wurden Beatrix und Bernd Metzner nach 39 Dienstjahren feierlich aus ihrem aktiven Dienst verabschiedet. Wir luden zum Gottesdienstum 10.30 Uhr in die St. Andreaskirche ein. Anschließend fand von 12.00 bis 14.00 Uhr ein Empfang im Stubenrauchsaal des Neuen Rathauses statt.
Am Nachmittag konnte sich der Chor mit einem kleinen Programm bei Kaffee und Kuchen von ihnen verabschieden. Dazu waren auch herzlich alle ehemaligen Chormitglieder eingeladen.
Doris Frese und Martin Bindemann


Wir haben unsere Arbeit gern gemacht - Abschied von Beatrix und Bernd Metzner

Nach fast vierzig Jahren der Mitarbeit in der Kirchengemeinde Teltow gehen Katechetin Beatrix und Kantor Bernd Metzner zum Jahresende in den Ruhestand. Thomas Karzek traf sie am heimischen Küchentisch und stellte die folgenden Fragen:

Wie sieht denn Euer Terminkalender ab Januar 2017 aus?
Bernd:
11.00 Uhr Frühstück, 12.00 Uhr Zeitung lesen, 13.00 Uhr Mittag-essen, dann Mittagsschlaf, 16.00 Uhr Kaffee, 17.00 bis 18.00 Uhr Hängematte. Dann die Vorabendserien gucken, 19.00 Uhr Abendbrot. Dann: Fernsehen.
Beatrix: Die Frage war doch gar nicht so gemeint! Ich würde gerne mal am Sonntagmorgen in ein Konzert gehen oder am Wochenende irgendwo hingehen, wo etwas Tolles los ist. Das ging ja bisher nicht.

Was gehört mit zu den schönsten/gelungenen Erlebnissen Eurer Dienstzeit?
Beatrix:
Die Frage habe ich befürchtet…
Bernd: Vielleicht die erste Chorfahrt nach der Wende nach Hoogvliet in Holland. Erst hatte ich befürchtet, dass die neun Stunden Busfahrt langweilig werden. Aber wir hatten dann eine große Fröhlichkeit erlebt; da war eine Riesenstimmung. Wir kamen danach als ganz anderer Chor zurück, hatten uns besser kennengelernt als das im Probenalltag möglich ist.
Beatrix: Ich erinnere mich an die Kinderrüstzeiten mit dem (damaligen) Kirchen-kreis in Teupitz, an die Gemeinschaft der Mitarbeiter untereinander, an den tollen Katechetenkonvent. Nach der Wende war das anders, durch die Teilung des Kirchenkreises. Danach waren die Kontakte nicht mehr so intensiv.

Was habt Ihr als schwierig empfunden in Eurem Dienst?
Beatrix:
Nach der Wende den Tanz um den neuen Kirchenkreis, um Sollstellenpläne und Stellenstreichungen, die Angst um den eigenen Arbeitsplatz.
Bernd: Das gilt für uns beide. Wir hatten die Sorge: Was wird mit deiner Stelle? Meine sollte um 50 % reduziert werden. Vieles sollte auf Kirchenkreisebene verlagert werden.
Beatrix: Da haben wir gemerkt, dass wir die Ossis waren. Wir haben oft Einfühlungsvermögen vermisst. Auch die Christenlehre stand ja zur Disposition. Erst viel später kam dann die Einsicht, dass es doch toll ist, wenn Kinder regelmäßig in die Gemeinde kommen. Aber all diese Fragen haben sich dann später relativiert.

Welche Veränderungen habt Ihr noch in all den Jahren erlebt?
Bernd:
Der große Einschnitt kam natürlich mit der Wende. Bei Konzerten gab es plötzlich ein ganz anderes Publikum. Es kamen Besucher aus Zehlendorf und Steglitz herübergepilgert. Manche von Ihnen haben ihre alten Wurzeln wieder gesucht. Dann gab es auch neue Gemeinschaftsunternehmen, zum Beispiel die Krönungsmesse mit Wolfgang Dinglinger aus der Paulusgemeinde in Lichterfelde mit 130 Sängern in der St. Andreaskirche. Wir hatten Chorpodeste bis fast unters Dach.
Beatrix: Für unseren Chor war das eine große Aufwertung. Aber auch im kateche-tischen Bereich waren neue Zusammenarbeiten möglich. Der Ostergarten in Schönow oder gemeinsame Kinder-Bibeltage in Teltow und Zehlendorf zum Beispiel oder der Kindertag in der Paulusgemeinde in Zehlendorf…

Worauf freut Ihr Euch ab dem kommenden Jahr?
Beatrix: Ich möchte Ausschau halten nach Dingen, die ich bisher nicht machen konnte. Mich in etwas einbringen, was nicht unbedingt mit Kirche zu tun hat.
Bernd: Ich würde gerne mit Kindern Musik machen, ehrenamtlich. Und meine Kochkünste verbessern, Pilze sammeln. Ja, mich vielleicht als Pilzberater weiter-bilden. Auf alle Fälle weiter Musik machen, aber nicht morgens mit dem Druck aufstehen: „Wie soll ich das alles schaffen?“

Darf man in der Zukunft auf ein weiteres, ehrenamtliches Engagement hoffen?
Beatrix: Also, erst einmal wollen wir uns einfach aus allem raushalten, um den Nachfolgern nicht in die Quere zu kommen. Das wird aber wahrscheinlich schwer fallen.
Bernd: Erst mal ein viertel Jahr Pause.
Beatrix (erstaunt): Wie, sollte das nicht erst ein halbes Jahr werden?
Bernd: Ja, so bis Ostern. Aber naheliegend ist es, dass ich weiterhin Orgel spielen möchte.
Beatrix: Die Gottesdienste in der Siedlung könnten wir unterstützen. Die kommen oft etwas zu kurz.
Bernd: Die Denkpause soll auch dazu dienen, zu überlegen, wo wir gebraucht werden.

Welche Empfehlungen gebt Ihr Euren Nachfolgern auf den Weg?
Beatrix: Ich weiß nicht, ob das gut ist. Die Neuen sollen sich selber umgucken. Aber mein Wunsch ist, dass die Arbeit mit Kindern weiter geht; auch die Arbeit mit Familien. Das ist nicht leicht, weil wir inzwischen ein Anbieter unter vielen sind. Auch muss man Kindern und Familien nachgehen: „Lange nicht gesehen; habt Ihr nicht Lust mal wieder zu kommen…?“
Bernd: Ich empfehle, die Gruppen mit ins Boot zu nehmen. Nicht über die Köpfe hinweg planen. Die Leute in die Verantwortung mit hinein nehmen.

Was werdet Ihr vermissen?
Beatrix: Wenn ich in Zukunft nichts vermissen würde, hätte ich meine Arbeit nicht richtig gemacht. Wir haben ja gerne und intensiv gearbeitet.
Bernd: Fehlen wird mir der intensive Kontakt zu Jugendlichen, Kindern und Erwachsenen.
Beatrix: Das wird eine mächtige Umstellung.
Bernd: Ja, und die Gemeinde. Ich habe mich immer als Mitarbeiter der Gemeinde verstanden, nicht nur als Verwalter eines Arbeitsbereiches. Es war und bleibt mein Anliegen, dass es der Gemeinde gut geht.

Letzte Änderung am: 29.09.2017