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Verabschiedung von Pfarrer Thomas Karzek

Die feierliche und offizielle Verabschiedung geschieht im Gottesdienst am Sonntag, 26. August. Wenn Sie direkt im Anschluss an den Gottesdienst ein Grußwort sprechen möchten, kontaktieren Sie bitte Doris Frese oder Martin Bindemann. 

Davor ist am Freitag, 24. August, 18.00 Uhr die Gemeinde herzlich eingeladen,  Thomas Karzek mit einem Sommerfest im Pfarrgarten zu verabschieden.

Es soll ein schöner, heiterer und gemütlicher Abend in der Ritterstraße 11 werden. Der Grill wird angefeuert sein und gekühlte Getränke stehen bereit. Dem fröhlichen gemeinsamen und gemeindlichen Miteinander im Garten des Pfarrhauses könnte nur das Wetter einen Strich durch die Rechnung machen, dann gehen wir eben rein. Gerne können Sie ihm Ihre Gedanken und Wünsche mitgeben. Es wird ein Programm geben, an dem Sie sich gerne beteiligen können. Für kulturelle Beiträge oder Zugaben zum Buffet wenden Sie sich bitte an Doris Frese (DorisFrese@web.de) oder Martin Bindemann.

Für alle geschriebenen Wünsche steht eine „Schatztruhe“ bereit.


Die persönliche "Schatztruhe" von Thomas Karzek

Kleines Interview auf dem Weg in den Ruhestand

Vor uns steht eine Schatzkiste. Diese ist symbolisch für die vielen Momente und Eindrücke, für die Höhepunkte und schweren Zeiten, für Umzüge, Neuanfänge und beständige Aufgaben eines Arbeitslebens. Gemeinsam mit Thomas Karzek öffnen Doris Frese und Martin Bindemann die Kiste und gucken hinein.

Lieber Thomas. Bei dem ersten Blick in die Schatzkiste, fallen Dir da zwei oder drei besondere Gegenstände aus Deinem Berufsleben auf?

Thomas: Aus meiner gesamten beruflichen Zeit; ja, ich glaube, da ist eine Maschine. Und zwar die NCR 42. Es war die Buchungsmaschine, mit der wir im Hotel die Buchungen gemacht haben. Ein Riesengerät, und wenn dann abends abzurechen war, klapperte es mit mechanischen Zählwerken eine halbe Stunde. Und es kam ein ganz langer Streifen heraus mit ganz langen Buchungsposten. Es war mit ganz großem Herzklopfen verbunden, ob dann auch alles stimmte. Also, dieses Gerät sehe ich noch vorne in unserem Hotelempfang in der Lietzenburger Straße stehen, wo ich den Beruf des Hotelkaufmanns erlernt habe.

Ein zweiter Gegenstand ist ein Reiseabendmahlsgerät. Mir haben es Besucher mitgebracht, als ich in Südafrika Pfarrer war. Da war ich sehr viel unterwegs, um Krankenabendmahle zu geben. Jetzt steht es bei mir im Schrank. Ich habe es in Teltow selten benutzt, auch weil es hier ein eigenes kleines Reiseabendmahlsgerät gibt. Darin ist eine Patene für das Abendmahlsbrot, ein ganz kleiner Kelch, eine ganz kleine Flasche für den Abendmahlswein, ein Kreuz und eine Kerze. Zu den Leuten, die es nicht mehr zur Kirche schafften, oder zu den Kranken war ich mit einer Kirchenältesten einmal in der Woche unterwegs. Wir haben Krankenabendmahl gefeiert. Das waren sehr schöne, bewegende und auch intensive Gespräche und Begegnungen.

Über den dritten Gegenstand denke ich noch etwas nach.

Wenn man dann so in die Kiste guckt und ein bisschen rumwühlt und kramt, dann fasst man ein paar Sachen an. Erinnerungen tauchen auf. Was fällt Dir leicht, aus dieser Schatzkiste auszupacken?

Thomas: Leicht im Sinne von weggeben oder Erinnerung?

Erinnerungen, vielleicht solche, die mit einem Schmunzeln verbunden sind.

Thomas: Ich habe schon etwas begonnen, mein Büro aufzuräumen. Da fallen mir Begegnungen mit Menschen in die Hand. Zum Beispiel in der Form von Dankkarten von Paaren, die ich getraut habe.

Es fallen mir Listen mit Konfirmanden in die Hände, die ich dann aus der Kiste herausnehme. Jugendliche, die wir mit unserem Team zwei Jahre lang begleitet haben. Von denen ich nach der Konfirmation auch ganz viele wiedergetroffen habe: bei den Teamern, in der Jungen Gemeinde und unseren gemeindlichen Veranstaltungen.

Ja, und Fotos, die mir Leute geschickt haben, die nach einem Taufgottesdienst noch Aufnahmen gemacht haben und sich auch für die Taufe bedankt haben.

Diese Erinnerungen haben ganz viel mit Menschen zu tun. Und mit Fotos. Dazu gehören auch Bilder von Familienfreizeiten, die wir mit wachsender Teilnehmerzahl durchgeführt haben; und Konfirmandenfreizeiten. Also viele Fotos, die hole ich da raus.

Gibt es da auch Dinge, die Dir schwer fallen auszupacken?

Thomas: Die ich lieber da drin lassen würde? Ich denke, das sind Diskussionen um Stellenpläne, Haushaltspläne, komplizierte Personalgespräche, Aufträge, die ein Pfarrer bekommt – immer als Lösung aller Konflikte: „Der Pfarrer führt ein Gespräch“. Also da lasse ich sehr gerne Sachen in der Kiste drin.

Wenn Du so die Sachen anschaust, gibt es da das eine oder andere, wo Du Dich wunderst: Wie ist das hier hereingeraten? Was macht das hier? Oder etwas, was Du am allerliebsten komplett wieder auspacken würdest?

Thomas: Der Pfarrerberuf ist auch mit vielen Verwaltungsdingen verbunden. Da frage ich mich, wie die so in ein Pfarramt kommen. Also diese würde ich ganz gerne in der Kiste drin lassen. Komplizierte Grundstücksverhandlungen, Korrespondenzen mit Pächtern, Amtsgerichten, Notaren und dergleichen. Solche Geschichten lasse ich dann lieber in der Kiste drin.

Was ist denn das letzte, was Du eingepackt hast?

Thomas: Eindrücke von der letzten Konfirmation jetzt am Pfingstsonntag. Toll gekleidete junge Menschen, die aufgeregt und stolz durch diesen Tag gegangen sind. Ich glaube, das ist das, was jetzt noch ganz oben aufliegt.

Gibt es etwas in dieser Kiste, was Du Deiner Nachfolgerin oder Deinem Nachfolger gerne überlassen würdest?

Thomas: Meine Mitarbeiter. Ich habe ganz hervorragende Mitarbeiter, die sich sehr einsetzen für ihre Arbeitsbereiche, die eine tolle Arbeit machen und die neben dem Pfarrer, der irgendwie immer im Scheinwerferlicht steht, eine beständige und treue Arbeit verrichten mit Menschen und für Menschen. Dieses Team, Ehrenamtliche und Hauptamtliche, und die gute Zusammenarbeit mit ihnen, die würde ich gerne weitergeben.

Gibt es in der Schatzkiste ein Stück, was bei Dir zu Hause ab dem 1. September einen Ehrenplatz bekommt?

Thomas: Vielleicht eines der Fotos, von denen ich gesprochen habe. Vielleicht eines von einer Konfirmandenfreizeit, eines von einer Familienfreizeit? Weil, so viel mit jungen Menschen werde ich wahrscheinlich nicht mehr zu tun haben … ahne ich. Das ist eine schöne Erinnerung und die würde ich sehr gerne bewahren.

Einen ganz herzlichen Dank für Dein Tun und Wirken und für dieses Gespräch. Alles, alles Gute und Segen für die Zeit, die kommt!

Thomas: Gerne.

Letzte Änderung am: 01.07.2018