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Pfarrer Arndt Klemp-Kindermann – Abschied

Liebe Gemeindeglieder,

vor etwas mehr als 1 ½ Jahren kam ich mit meiner Familie in Ihre Gemeinde. Eine spannende Zeit in neuem Umfeld mit großen Herausforderungen kam auf mich zu und ich habe mich gerne und mit viel Energie in diese neuen Aufgaben eingebracht. Die Perspektive für mich und meine Familie war auf mindestens 10 Jahre Pfarramt Teltow angelegt. Doch dann kam für mich ein einschneidender Moment ins Leben:

Im Mai verstarb mein Vater unerwartet plötzlich an seiner langjährigen Erkrankung. In der Zeit, die ich dann mit meiner Familie bei meiner Mutter verbracht habe, haben wir sehr lange und intensiv nachgedacht, wie es für uns als Familie weitergehen soll, da meine Mutter nun alleine im Elternhaus wohnt und die Situation für sie nicht einfach ist.

So haben wir uns als Familie entschieden, einen Wechsel zu vollziehen, um mit der neuen Situation besser umgehen zu können. Mich hat besonders zu diesem Schritt mein letztes Gespräch mit meinem Vater bewogen, der den Wunsch äußerte, dass ich nach Hause kommen möge.

Als dann noch eine Pfarrstelle ganz in der Nähe meines Elternhauses frei wurde, war für uns klar, dass wir diese Chance ergreifen müssen. Und tatsächlich werden wir nun ins Rheinland zurückkehren und ich eine neue Stelle im Kirchenkreis „An Sieg und Rhein“ ab Dezember 2020 antreten.

Für die vielen guten Begegnungen mit Ihnen, den spannenden Arbeitsfeldern und tollen Veranstaltungen und Gottesdiensten, die ich bei und mit Ihnen erleben durfte, möchte ich mich herzlich bedanken! Wundervolle Kirchenmusik und eine großartige Konfirmandenarbeit habe ich erlebt. Lebendige Gemeindepartnerschaften nach Wehr und ins Kleine Wiesental und nach Whitstable. Aber auch eine angeregte GKR-Arbeit mit vielen Planungen für die Gemeindezukunft, ganz besonders der Bau einer besonderen KiTa mit vielen nachhaltigen Elementen. Auch die Arbeit in der KiTa, die Begleitung der Kinder und des Teams dort, hat mir viele schöne Eindrücke vermittelt.

Und da waren auch solch improvisierte und lebendige Veranstaltungen wie die Familienfreizeiten und die Kerzenaktion zum 30-jährigen Mauerfall. Auch die Zusammenarbeit mit der Stadt war spannend und konstruktiv. So erlebte ich auch den Austausch während der Corona-Krise, als wir bemüht waren, ein Hilfsangebot zu organisieren.

Überhaupt kann ich sagen, dass es in Teltow viele tolle Angebote gibt, das Café der Begegnung und diverse Gesprächskreise. Überall war ich gerne dabei und möchte mich bei allen Ehrenamtlichen und Mitarbeitenden bedanken, die mir bei meiner Arbeit Unterstützung zuteilwerden ließen.

Sicher gab es auch Schwierigkeiten in einer so großen Gemeinde. Manches braucht mehr Koordination und Ziel. Auch da waren wir mit dem GKR auf einem interessanten Weg. Besonders für diesen Weg wünsche ich Gottes Segen und viel Freude am gemeinsamen Wachsen im Glauben und auch den Mut, nötige Veränderungen tatkräftig anzugehen.

Ein Projekt hätte ich gerne noch angeschoben. In der letzten Gemeindeversammlung vor Corona wollten Gemeindeglieder mit mir einen Besuchsdienstkreis einrichten, damit die Senioren und Neuzugezogene mit Besuchen näher in die Gemeinde geholt werden können. Vielleicht findet sich dazu noch Gelegenheit.

Ihnen und Euch alles Gute und Gottes Segen und wie man so schön im Rheinland singt: „Niemals geht man so ganz, irgendwas von mir bleibt hier.“ (Trude Herr) Das hoffe ich sehr, wenn ich mich an Teltow erinnere, dass ich dann Ihre und Eure Gesichter vor Augen habe und sagen kann:

„Für eure Gemeinschaft am Evangelium vom ersten Tage an bis heute; … ich bin darin guter Zuversicht, dass der in euch angefangen hat das gute Werk, der wird‘s auch vollenden bis an den Tag Christi Jesu.“ (Phil 1, 5f)

Ihr/Euer Arndt Klemp-Kindermann


Letzte Änderung am: 01.10.2020