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Aktion Stolpersteinputzen

Am 9. November 2018 jähren sich die Novemberpogrome zum 80. Mal. In ihnen trat die Gewalt der Nationalsozialisten gegen jüdische Mitbürger und Einrichtungen offen zutage. Die vorausgegangene schrittweise Entrechtung, Drangsalierung und Ausgrenzung von Deutschen, die jüdisch waren oder als Juden galten, die anders oder frei dachten, mündete in eine staatlich gelenkte, öffentliche Verfolgung. Die Nationalsozialisten ermordeten allein an diesem Tag rund 400 Menschen oder trieben sie in den Selbstmord. Sie zerstörten tausende Synagogen, Geschäfte, Wohnungen und jüdische Friedhöfe. Sie inhaftierten 30.000 Juden in Konzentrationslagern. Und doch waren die Novemberpogrome erst der Auftakt zu einem systematisch betriebenen Staatsterror.

Sie wirken klein und unscheinbar, aber sie halten die Erinnerung wach: goldene Pflastersteine, mit Namen und Jahreszahlen beschriftet, eingelassen in den Bürgersteig. Optisch stolpert man über sie, und so sind sie auch gedacht – als Stolpersteine. Auf diese Weise erinnern sie Passanten an die Wohnorte von Menschen, die von den Nationalsozialisten verschleppt, gedemütigt und ermordet wurden. Die Idee zu diesen Gedenksteinen hatte der Kölner Künstler Gunter Demnig. Seit langem setzt er sich dafür ein, genau da an Vertreibung und Vernichtung zu erinnern, wo das Unrecht damals seinen Ausgang nahm: mitten unter uns.

Die Evangelischen Kirchenkreise Steglitz und Teltow-Zehlendorf rufen alle Bürgerinnen und Bürger dazu auf, zum Jahrestag den Stolpersteinen ihren goldenen Glanz zurückzugeben. Auch in Teltow sind Stolpersteine verlegt worden. Unter der engagierten Leitung von Frau Dr. Bergner wurden Biografien recherchiert und durch Quellen belegt.  Die Aufarbeitung finden Sie in der Bibliothek als Journal mit dem Titel: „Sie waren unsere Nachbarn“. Gedenken Sie der Nachbarn von einst, indem Sie am 9. November einen Stolperstein putzen. Wie das geht (ganz einfach übrigens) und wo sich Steine in Ihrer Nähe befinden, erfahren Sie hier: http://www.stolpersteine-teltow.de/

 

Aktion Glanz


Beim Gedenken geht es um viel mehr als nur um die Vergangenheit: Es geht um Gegenwart und Zukunft. Die Kirchenkreise Steglitz und Teltow-Zehlendorf haben deshalb die „Aktion Glanz“ ins Leben gerufen. Mit ihr wollen wir ein Zeichen setzen, dass Deutschland im Jahr 2018 ein Land bleibt, das aus der Vergangenheit gelernt hat. Die goldenen Karten nehmen optisch das Aussehen von Stolpersteinen auf (mit Einwilligung des Künstlers).
Über die Internetadresse www.aktionglanz.de  bzw. über den QR-Code können Interessenten mehr über die „Aktion Glanz“ zum 80. Jahrestag erfahren und werden zu einem öffentlichen Aufruf der Kirchenkreise Steglitz und Teltow-Zehlendorf weitergeleitet.

Die Idee:
In der Woche vom 4. bis 11. November sollen diese Karten an möglichst vielen Orten zu finden sein, etwa auf Kirchentreppen, in Geschäften oder an anderen Orten – überall, wo sie gut sichtbar sind und das Auslegen nicht verboten ist. 
Für diese Aktion brauchen wir Sie: Bitte helfen Sie nach Kräften mit, vom 4. bis 11. November die Karten zu verteilen. Die Karten erhalten Sie in Ihrem Gemeindebüro.

Wer macht noch mit? Schülerinnen und Schüler des Religionsunterrichtes, Lehrerinnen und Lehrer, Jugendliche der Gemeinden, Pfarrerinnen und Pfarrer der Kirchenkreise, beruflich und ehrenamtlich Tätige in der Kirche, und darüber hinaus ein großer Kreis von Menschen in Organisationen und Einrichtungen außerhalb der Kirche. Gemeinsam können wir es schaffen, viele Menschen zu erreichen. Wir bitten Sie: beteiligen Sie sich!

Letzte Änderung am: 02.11.2018