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RSSPrint

Kantatengottesdienste 2021

Sonntag, 31. Oktober um 10.30 Uhr

In diesem Jahr möchten wir Ihnen ein neues Gottesdienstformat anbieten, das sich an die Kantatengottesdienste von Johann Sebastian Bach anlehnt. Die Besonderheit ist, dass eine Kantate passend zum jeweiligen Sonntag des Kirchenjahres zu Gehör gebracht wird. Die Kantate variiert in der Länge zwischen 15 und 30 Minuten. Die mitwirkenden Musiker*innen haben ihren Platz auf der Orgelempore.

Allein von J. S. Bach gibt es etwa 200 erhaltene Kantaten, die er in seiner Zeit als Konzertmeister in Weimar und als Thomaskantor in Leipzig komponiert hat.

Der nächste Bach-Kantatengottesdienst findet am Sonntag, 31. Oktober um 10.30 Uhr in der St. Andreaskirche statt.

Bachs Kantate „Ein feste Burg ist unser Gott“ (BWV 80) ist eine Vertonung von Luthers kämpferischem Lied von 1529, das erst nach dem Tod des Reformators zur Hymne des Protestantismus wurde.  

Die Kantate geht auf eine 1715 zum Sonntag Oculi entstandene Weimarer Komposition zurück, die mit dem Bass-Solo „Alles, was von Gott geboren“ begann, dem der Choral „Ein feste Burg“ als kommentierende Ebene beigegeben ist.  

Diese latente Choralbindung nahm Bach in Leipzig zum Anlass, die Kantate zum Reformationstag umzuwidmen und sie zunächst mit einem würdevollen Choralsatz einzuleiten, bevor er diesen in den 1730er Jahren durch eine ausgedehnte Liedmotette ersetzte. Sein Sohn Wilhelm Friedemann wiederum zog die Tuttisätze 1 und 5 für seine Hallenser Kirchenmusik heran, unterlegte ihnen lateinische Texte und fügte einen Trompeten-Pauken-Chor hinzu, der noch heute zuweilen mit der väterlichen Fassung kombiniert wird.

Letzte Änderung am: 29.09.2021